Auswertung BAFA Förderprogramm Querschnittstechnologien 2012 – 2015

Im Jahr 2012 startete das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Förderprogramm „Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien im Mittelstand“, kurz Querschnittstechnologien, zur Markteinführung von hocheffizienter Technologie. Besondere Anreize wurden dabei für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gesetzt, die von den höchsten Fördersätzen profitieren konnten. Die im Jahr 2012 beschlossene Richtlinie hatte eine Laufzeit bis Ende 2015. Nun hat die dena (Deutsche Energie-Agentur GmbH) das Programm sowie deren Auswirkungen evaluiert. Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse.

Zugpferd LED-Beleuchtung

Das „Zugpferd“ des Förderprogramms war im Zeitraum 2012-2014 die Sanierung der Beleuchtung auf effiziente konventionelle Beleuchtung bzw. LED-Beleuchtung. Dabei wurden über 22.000 Anträge zur Förderung der Beleuchtung mit einer Investition von bis zu 30.000 Euro bewilligt. Als zweithäufigste Querschnittstechnologie wurden Förderanträge für die Sanierung von stationären Drucklufterzeugern stattgegeben. In der systemischen Optimierung (ab 30.000 Euro Investition und Sanierung zweier Technologien) war die Beleuchtung ebenfalls treibende Kraft. Die anderen Technologien wurden allerdings in der systemischen Optimierung tendenziell öfter saniert als bei einer Einzelmaßnahme.

Die Branchen mit den höchsten Antragszahlen waren dabei die Sektoren Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen sowie das verarbeitende Gewerbe. Zusammen haben Sie etwa 20.000 Anträge gefördert bekommen.

Umfrage unter den Unternehmen

Im Rahmen der Evaluierung fand auch eine Umfrage unter den Unternehmen statt, die einen Förderantrag eingereicht haben. Unter anderem wurde dabei die subjektive Einschätzung der Bearbeitungszeit festgestellt. Dabei gaben 40-50% der Befragt an, dass die Bearbeitung der Anträge zu langsam voran ging. In diesem Zusammenhang sind die tatsächlichen Bearbeitungszeiten ziemlich interessant. Ein Antrag im Bereich der Einzelmaßnahme benötigte so etwa 72 Minuten von der Antragsstellung mit Prüfung und bis zur Auszahlung, für die systemische Optimierung wurden im Durchschnitt 576 Minuten benötigt. Insgesamt wurde das Förderprogramm von der Mehrheit (etwa 90 Prozent) als gut oder sehr gut bewertet.

Die durchschnittliche Förderquote in dem Betrachtungszeitraum lag bei 27,7%, sodass jeder Euro Förderung eine Investition von 3,61 Euro angestoßen hat. So wurden insgesamt 73 Mio. Euro Fördergelder ausgezahlt. 46,9 Mio. Euro entfielen dabei auf Einzelmaßnahmen und 26,1 Mio. Euro für die systemische Optimierung. Die vollständige Evaluation des Förderprogramms ist auf den Seiten der dena erhältlich.

Das Förderprogramm aus unserer Sicht

Auch aus unserer Sicht, aus Sicht des Beraters, kommen wir zu ähnlichem Schluss. Insgesamt hat das Förderprogramm einen sinnvollen Bereich abgedeckt um die Energieeffizienz in den Unternehmen anzuhaben. So war auch bei uns die LED-Beleuchtung die treibende Kraft. Noch bis zum heutigen Tage erreichen uns Anfragen von Unternehmen zur Förderung von effizienter Beleuchtung. Neben der Beleuchtung haben wir einige integrierte Konzepte zur Steigerung der Effizienz entworfen und so die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig gestärkt. Jedoch hat die teilweise sehr lange Bearbeitungszeit, in einigen Fällen bis zu 5 Monate, in dem Förderprogramm bei einigen Kunden zu deutlichen Verzögerungen geführt, insgesamt konnten bisher jedoch die meisten Projekte abgeschlossen werden.

Die neue Förderrichtlinie

Im Mai 2016 wurde eine neue Richtlinie zur Förderung hocheffizienter Querschnittstechnologien veröffentlicht. Der wesentliche Unterschied ist, dass nun auch Neuanschaffungen gefördert werden, während in der zurückliegenden Förderperiode lediglich die Sanierung bestehender Anlagensysteme möglich war. So sind bspw. neue Lüftungsanlagen förderfähig. Weitere Informationen zu dem Nachfolge-Förderprogramm erhalten Sie bei uns auf der Website.

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