Zementindustrie Fördermittel

von | Jul 23, 2019

Zementindustrie im Handlungsbedarf – Wie Fördermittel Klimaziele unterstützen

Das Thema Klimaschutz erfordert immer mehr Aufmerksamkeit und spricht nun auch Großinvestoren auf dem Kapitalmarkt an. Europäische Fonds fordern die Zementindustrie auf, ihren Ausstoß an Treibhausgasen zu reduzieren. Solche Maßnahmen erfordern jedoch beträchtliche Investitionen in energieeffiziente Anlagentechnik. Dabei können Fördermittel ein Weg zum Ziel sein.

Bis 2050 soll die Zementindustrie ihren CO2-Ausstoß auf null Prozent reduzieren, so fordern es die Investorengruppen. Wer auf die Maßnahmen verzichtet, riskiert sein Geschäftsmodell und den Zugang zu Kapital. „Die Zementbranche muss ihren Beitrag zum Klimawandel drastisch reduzieren“, sagte Stephanie Pfeifer, CEO der „Institutional Investors Group on Climate Change“. Die Gruppe weist über 170 Mitglieder, überwiegend Europäische Pensionsfonds und Vermögensverwalter, auf.

Fördermittel als Weg zum Ziel?

Die deutsche Zementindustrie zählt insgesamt 22 Unternehmen mit 53 Werken. Die erste große Konzerngruppe hat sich bereits dazu erklärt, das Ziel übernehmen zu wollen. Jedoch ist dieses Ziel mit umfangreichen Investitionen verbunden. Um Unternehmen die Investition in energieeffiziente Prozesse zu erleichtern, kann auf die Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft zurückgegriffen werden. Das Förderprogramm wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgeschrieben und richtet sich an Unternehmen aller Branchen und Größen und ist nicht nur auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) beschränkt.

Damit haben ebenfalls Zementhersteller die Möglichkeit ihren Produktionsprozess energieeffizient auszurichten und den Forderungen der Investoren gerecht zu werden. Die Unternehmen können bis zu 30 % Förderzuschuss erhalten. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten einen Bonus von 10 %. Dabei ist die Förderung an die CO2-Einsparung gekoppelt. So erhalten Nicht-KMU 500 Euro pro eingesparte Tonne CO2 / Jahr und KMU 700 Euro pro eingesparte Tonne CO2 / Jahr. Maximal sind so bis zu 10 Millionen Euro pro Investitionsvorhaben möglich.

Die Einsparung von energiebedingten CO2-Emissionen gehen linear in die Berechnung der maximalen Förderhöhe ein. Die CO2-Bilanz von Zement besagt, dass pro Tonne Zement ca. zwei Tonnen CO2 emittiert werden, wovon ca. eine Tonne auf den Energieeinsatz zurückzuführen ist. Wird der zukünftigen Zementindustrie eine CO2-neutrale Energieversorgung zu Grunde gelegt, bedeutet dies einem Förderpotenzial von 500-700 Euro pro produzierter Tonne Zement für die Unternehmen.

Darüber hinaus haben Zementhersteller die Möglichkeit den Förderzuschuss als direkten Zuschuss über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu beantragen, oder über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) als Kredit mit Teilschulderlass in Anspruch zu nehmen.

ecogreen Energie als externer Fördermittel-Experte

Die Zementindustrie ist ein wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaft und kann mit einer CO2-freien Produktion eine Vorbildfunktion im Klimaschutz einnehmen. Der Einsatz von energieeffizienten Anlagentechniken und Maßnahmen der Abwärmevermeidung bzw. Abwärmenutzung oder Abwärmeverstromung sind förderfähig! Wir unterstützen Sie in der Fördermittelbeschaffung und beraten Sie ganzheitlich.

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