Fördermittel Papierindustrie Lüftungsanlagen

von | Jun 24, 2019

Fördermittel für Lüftungsanlagen in der Papierindustrie Teil 2

Die Luftregulierung in der Papierindustrie gehört zu den wichtigsten Einflussfaktoren, um den Anforderungen der Qualitätssicherung gerecht zu werden. Papier ist sehr anfällig für Feuchtigkeit und bedarf deshalb einer geregelten Luftfeuchtigkeit. Nicht nur der Produktionsprozess ist betroffen, denn eine weitere Herausforderung besteht in der Korrosion im Maschinenpark. Um diese sicher zu stellen ist ein Abluftkonzept unerlässlich. Mithilfe der Förderung können gezielt energieeffiziente Anlagen zur Be- und Entlüftung in der Papierindustrie eingesetzt werden.

 

Be- und Entlüftung von Produktionshallen

Im Prozess der Papierherstellung entsteht durch den Wassereinsatz und die Trocknung ein hoher Anteil an beladener Luft innerhalb der Produktionshalle. Sofern die hohe Wasserfracht in der Hallenluft nicht gefiltert wird, beeinträchtigt dies die Qualität der Produkte, gefährdet den Herstellungsprozess und greift die Maschinensubstanz an. Um dies zu vermeiden werden Be- und Entlüftungssysteme eingesetzt. Die Kombination mit einer Wärmerückgewinnung steigert die Energieeffizienz, da die in der Abluft enthaltene Wärme einem Produktionsprozess oder weiterer Wärmeabnehmer wieder zugeführt werden kann. Nahezu jede Papierfabrik verfügt über Optimierungspotenzial in der Lüftungstechnik. Besonders für die staatliche Bezuschussung wirkt sich die Kombination mit einem Wärmerückgewinnungssystem positiv auf die Fördersumme aus. Auf dem Markt werden diverse Systeme angeboten, die verschiedene Wirkungsgrade bezüglich der Wärmerückgewinnung aufweisen. Von diesen sind insbesondere folgende Systeme förderfähig:

  • Rotationswärmetauscher
  • Kreuzstromwärmetauscher
  • Gegenstromwärmetauscher
  • Wärmerohr-Wärmetauscher

Besteht eine räumlich getrennte Anlage der Be- und Entlüftung, so wird die Wärmerückgewinnung über Kreislaufverbund-Wärmetauscher realisiert. Auch diese Anlagentechnik ist förderfähig.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gibt Unternehmen im Rahmen einer Förderung die Möglichkeit hocheffiziente Anlagentechniken in der Produktion einzusetzen. Das Förderprogramm ist technologieoffen und besonders für die Papierindustrie geeignet. In dem Förderprogramm „Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft“ können Lüftungsanlagen über das Modul 1 oder 4 gefördert werden. Für die optimale Förderung erfolgt die Auswahl des Moduls durch die Prüfung von ecogreen Energie, da diese von mehreren Faktoren abhängig ist. Grundsätzlich gilt, dass in Modul 1 Querschnittstechnologien gefördert werden, wie beispielsweise Ventilatoren und das Wärmerückgewinnungssystem. In Modul 4 „Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen“ wird die gesamte Anlagentechnik mit dem System zur Wärmerückgewinnung gefördert, sofern diese einem Prozess dient.

Beide Module werden mit bis zu 30 % bezuschusst. In dem Förderprogramm werden kleine und mittlere Unternehmen mit einem zusätzlichen Bonus von 10 % gefördert und erhalten dementsprechend bis zu 40 % Förderung. Im Modul der energiebezogenen Optimierung von Anlagen und Prozessen unterscheidet sich die Förderung zusätzlich nach der Fördersumme, die an die CO2-Einsparung gekoppelt ist. Mithilfe der CO2-Einsparung können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit 700 Euro pro eingesparte Tonne CO2 gefördert werden. Für Nicht-KMU beläuft sich dieser Betrag auf 500 Euro pro eingesparte Tonne CO2.

ecogreen Energie – Fördermittel-Experten für Lüftungsanlagen

Grundsätzlich ist die Förderung der Lüftungsanlagen von vielen Faktoren abhängig. Deswegen bietet ecogreen Energie mit dem Fachwissen und der Erfahrung im Bereich Fördermittel eine Dienstleistung zur Fördermittelbeschaffung an. Bei der Planung von effizienter Anlagentechnik überprüfen wir, ob diese förderfähig ist und unterstützen damit die Papierindustrie, den CO2-Fußabruck zu verringern. Im nächsten Blog-Artikel stellen wir Ihnen die Möglichkeiten der Abwärmenutzung vor.

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