Nachhaltige Produktion in Unternehmen

Warum ist Nachhaltigkeit in der Produktion wichtig?

von | 22. Sep 2020

Nachhaltigkeit ist ein Thema, welches jeden einzelnen in die Verantwortung stellt – vor allem Unternehmen. Nicht zuletzt wird es durch die Anforderung des Pariser Klimaabkommens vorangetrieben, welches die Klimaziele für 2030 und 2050 definiert. Produzierende Unternehmen nehmen beim Thema Nachhaltigkeit eine besondere Rolle ein. So gilt ein immer größer werdendes Interesse seitens der Kunden, Investoren und Mitarbeiter zu diesem Thema. Doch wie lässt sich Nachhaltigkeit in der Produktion umsetzen?

Nachhaltigkeit ist vielfältig. Verschiedene Bereiche wie Ressourceneffizienz, Energieeffizienz, Corporate Social Responsibility und viele mehr lassen sich mit dem Begriff Nachhaltigkeit verbinden. Etwa 23.300 Unternehmen (Quelle: Statistisches Bundesamt) in Deutschland umfassen die produzierende Industrie und Gewerbe. Damit bieten Produktionsstätten ein enormes Potenzial für den Nachhaltigkeitsansatz.

Rückblickend entwickelte sich die Wirtschaft in vielen Bereichen zu einer massenproduzierenden Industrie, um die Kosten pro Stückzahl zu reduzieren und damit den Gewinn zu erhöhen. Durch den öffentlichen Diskurs und auch der andauernden Pandemie ist Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt der Gesellschaft gerückt. Viele Unternehmen haben es bereits verstanden, dass es erforderlich ist, die Nachhaltigkeitsstrategie auszubauen und die Risiken als Chancen zu verstehen, denn davon hängt maßgeblich die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens ab.

Von der Nachhaltigkeitsstrategie zur Umsetzung

Für die Zielsetzung einer nachhaltigen Produktion, muss die Strategie in Maßnahmen formuliert sowie schrittweise umgesetzt werden. Ramboll verdeutlicht den Prozess der Maßnahmenumsetzung aus der Studie „Managing Sustainability“ mit den vier Stufen der Wertschöpfung durch Nachhaltigkeit:

Stufe 1: Effizienz – alte Dinge auf neue Weise tun

Dazu gehören Prozessverbesserungen und Investitionen in effiziente Technologien.

Stufe 2: Effektivität – neue Dinge auf eine neue Weise tun

Neben der Neugestaltung von Produkten umfassen die Nachhaltigkeitsmaßnahmen in dieser Phase bspw. die Berechnung des CO2-Fußabdruckes in absoluten Zahlen, unabhängig von einem bestimmten Produkt.

Stufe 3: Transformation des Kerngeschäfts

Mit nachhaltigen Innovationen werden neue Märkte erschlossen und bieten damit zum bekannten Geschäft neue Einnahmequellen.

Stufe 4: Schaffung neuer Geschäftsmodelle und Differenzierung

Die neuen nachhaltigen Geschäftsmodelle etablieren sich als Markdifferenzierung und schaffen gegenüber dem Wettbewerb vielfältige Vorteile.

(Quelle: Ramboll)

Fördergelder als Wegbereiter zur Nachhaltigkeit

Besonders in der ersten Stufe erleichtern Fördergelder den Einstieg in die Umsetzung der Nachhaltigkeitsmaßnahmen. Denn produzierende Unternehmen haben ein enormes Potenzial zur Effizienzsteigerung ihrer Anlagentechnik. Ohne energieeffiziente Technologien wären innovative und nachhaltige Lösungen sowie Endprodukte nicht realisierbar. Zusätzlich greifen Fördermittel auch auf die zweite Stufe über, denn neben dem Austausch alter Anlagentechnik werden ebenfalls Neuanschaffungen gefördert.

Sofern Unternehmen im Zuge der Nachhaltigkeitsstrategie neue Produktionsprozesse schaffen, die Produktion erweitern oder energieeffizienter gestalten, unterstützen Fördermittel die Investition des Vorhabens.

Mit dem Ziel der technologieoffenen Förderung bietet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein Förderprogramm für alle Branchen. In der Bundesförderung für Energieeffizienz in der Wirtschaft werden insbesondere Effizienzmaßnahmen gefördert:

  • Prozess- und Verfahrensumstellungen auf effiziente Technologien
  • Investitionen zur Nutzung von Abwärme
  • Maßnahmen für Anlagen zur Prozesslüftung
  • Investitionen in die effiziente Bereitstellung von Prozesswärme oder Prozesskälte
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess

Die Höhe der Förderung wird dabei zwischen großen Unternehmen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) unterschieden. So erhalten große Unternehmen bis zu 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten (maximal 500 Euro pro eingesparter Tonne CO2 im Jahr). Kleine und mittlere Unternehmen erhalten bis zu 40 Prozent Förderung (700 Euro pro eingesparter Tonne CO2 im Jahr).

Nachhaltigkeit bleibt eine langfristige Herausforderung für Unternehmen. Wenn produzierende Unternehmen auf die aktuellen Entwicklungen reagieren wollen, müssen diese Nachhaltigkeit als Chance verstehen. Dafür sind Fördermittel ein willkommener Anlass die Nachhaltigkeitsstrategie in der Produktion umzusetzen.

Bildlizenzen:
© Urheber: frank peters – adobestock | ID: 225748063

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